Neuer Standort der Feuerwehr Obersulm

Veröffentlicht am 24.02.2015 in Kommunalpolitik

 

 

 

Stellungnahme von Michael Schepperle / SPD Gemeinderat und Kommandant der Feuerwehr Obersulm:

 

 

In der Gemeinde Obersulm wird der neue Standort der Feuerwehr Obersulm teilweise recht heftig diskutiert. Einige Kameraden der Feuerwehr Obersulm wurden in den letzten Tagen wiederholt in Diskussionen verwickelt und mussten den Standort Obersulm 2 verteidigen. Ursache für diese Diskussion war die letzte Gemeinderatssitzung und ein Leserbrief der Fraktion der Grünen. In den Diskussionen wird der Feuerwehr vorgeworfen utopische Forderungen zu haben und das Geld der Gemeinde zu verschwenden.

Die SPD-Fraktion ist von der Art und Weise der Diskussion enttäuscht. Als SPD - Gemeinderat und Kommandant der Obersulmer Wehr sehe ich auch eine Gefahr für das Ansehen der Feuerwehr Obersulm.

Ich möchte die Diskussion sachlich und anhand von Fakten führen.

  • Im Januar 2008 wurde ein Feuerwehrbedarfsplan für die Feuerwehr Obersulm erstellt. Ein wesentlicher Bestandteil war, dass die Feuerwehr Obersulm in Zukunft aus 3 Standorten bestehen solle. Die Abteilungen Eschenau, Weiler und Eichelberg sollten zusammengelegt werden. Damals war die Zeit  für eine Zusammenlegung der Abteilungen noch nicht reif. Eine Zusammenlegung hätte gegen den Widerstand einzelner Abteilungen erfolgen müssen. Für mich ein klares Signal weiter Überzeugungsarbeit zu leisten. Vereinbart war eine Fortschreibung des Bedarfsplanes nach 5 Jahren.
  • Im Juni 2012 wurde der Bedarfsplan für die FW Obersulm von Dr. Demke überarbeitet. Der Bedarfsplan wurde an den Gemeinderat verteilt. Auch hier war ein wesentlicher Punkt die Zusammenlegung der Abteilungen Eschenau, Weiler und Eichelberg. Im Hauptausschuss der Feuerwehr Obersulm wurde der Bedarfsplan ebenfalls vorgestellt. Erfreulicherweise waren alle Abteilungen für die Umsetzung mit der Zusammenlegung der 3 genannten Abteilungen. Basis war, dass es günstiger ist einen neuen Standort zu bauen, als die drei einzelnen alten Standorte zu sanieren.
  • Die Abteilungen Eschenau, Weiler und Eichelberg arbeiten aktiv auf die Zusammenlegung hin, z.B. mit gemeinsamen Übungen.
  • In einer Technikerarbeit wurde im Jahr 2013 der Standort Obersulm 2 erarbeitet und bewertet.  Schwachpunkte, die es am Standort der Abteilung Obersulm gibt, wurden mit aufgenommen. So haben wir am Standort der Abteilung Obersulm immer wieder das Problem, dass sich die Wege für die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge und der noch anrückenden Einsatzkräfte kreuzen. Es besteht eine ständige Unfallgefahr; leider ist es auch schon zu Unfällen gekommen. Eine solche Zufahrt ist nicht mehr zulässig! Eine Zufahrt von Eschenau und eine Zufahrt von Weiler/Eichelberg entschärft den Begegnungsverkehr.
  • Wir bauen einen neuen Standort für 3 Abteilungen und nicht einen neuen Standort der Abteilung Eschenau. Deshalb halte ich es für wesentlich, dass der Standort berücksichtigt und den örtlichen Gegebenheiten angepasst wird. Der neue Standort sollte räumlich weit genug von den Kleingärten und der Bebauung Eschenau entfernt sein, um diesen Entwicklungsraum für die Zukunft nicht einzugrenzen.
  • Eine funktionierende Feuerwehr mit Einhaltung der Hilfsfristen für alle Teilorte ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde.
  • Der Standort ist für 70 Einsatzkräfte ausgelegt. Die Herleitung der Zahlen wird im Bedarfsplan erläutert. 50 Parkplätze sind nicht überdimensioniert, zumal bei einem Einsatz (nicht bei einer Ölspur) keine Zeit bleibt, fein säuberlich einzuparken. Im Einsatz wird ohnehin mehr auf Lücke geparkt. Die Mindestzahl der erforderlichen Parkplätze sehe ich bei 45! Bitte auch bedenken, dass wir 3 Abteilungen zusammenlegen!
  • Die Umkleiden am Standort der Abteilung Obersulm sind nicht üppig, Reserven gibt es fast keine. Nach einem Einsatz werden die Einsatzkleidungen nicht immer gereinigt. Die Privatkleidung sollte nicht durch die Einsatzkleidung verschmutzt werden. Deshalb möchten wir nach aktuellem Stand der Technik ein "Zwei - Spinde - System" einführen, mit dem wir die „schwarz / weiß“ Trennung umsetzen können. In diesen Umkleiden sollen auch die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr integriert werden, damit sie gleich die Zugehörigkeit zu den „aktiven Einsatzkräften“ lernen.
  • In der Jugendfeuerwehr haben wir immer wieder Schwierigkeiten die Jugendlichen beim Übergang in die Einsatzabteilungen auch in die Standorte der „Außenabteilungen“ zu integrieren. Es sind während der Jugendfeuerwehr Verbindungen entstanden, die dann immer mal wieder getrennt werden. Deshalb ist es für uns grundlegend wichtig, am neuen Standort von Beginn an eine gleichwertige Jugendfeuerwehr aufzubauen, um den Nachwuchs auch an diesem Standort zu sichern. Die Jugendfeuerwehr soll nicht geteilt werden, sondern abwechselnd an beiden Standorten gemeinsam aufgebaut werden. Deshalb der Raum für die Jugendfeuerwehr auch am neuen Standort.
  • Ein Bereitschaftsraum ist notwendig, zumal nicht immer absehbar ist, ob weitere Einsatzkräfte bei einem Einsatz benötigt werden. Dieser Bereitschafts- raum wird auch als unterstützender Führungsraum bei größeren Schadens- lagen (Unwetter...) gebraucht und muss daher im Bereich der Funkzentrale angeordnet sein. Am Standort der Abteilung Obersulm ist dieser Raum zu klein.
  • Der Schulungsraum am neuen Standort ist erheblich kleiner als der derzeit zur Verfügung stehende Schulungsraum der Abteilung Obersulm.
  • Schlauchwerksatt und Atemschutzwerksatt bleiben am Standort der Abteilung Obersulm. Am neuen Standort werden wir nur einen geringen Vorrat an Atemschutzgeräten und Schläuchen vorhalten. Deshalb benötigen nicht so große Werkstattbereiche.
  • Die Idee, die Fahrzeughalle als Fertighalle zu beschaffen stammt von der Feuerwehr. Es ist  unser klares Ziel, die Kosten gering zu halten. (Wir sind schließlich alle Obersulmer Bürger und wollen die Haushaltskasse nicht unnötig belasten.) Eine Stellungnahme des Architekten liegt den Gemeinderäten vor. Ich sehe hier noch Potential der Kosteneinsparung. Tagtäglich werden Fertighallen gebaut, die später mit Werkstätten und Aufenthaltsräumen verbunden werden können.
  • Sonderanfertigungen der Fenster und Tore? Hier verstehe ich die Kritik nicht. In den Entwürfen wird noch gar nicht definiert, wie diese ausgeführt werden. Wir haben in Sülzbach vor einigen Jahren "Sektionaltore" nachgerüstet (weil die alten Tore immer wieder Probleme verursacht hatten). Die „Sektionaltore“ haben sich bestens bewährt; zudem hatten wir die Tore auch bei der "Feuerwehr Möckmühl"  begutachtet. Dort kann man ebenfalls auf sehr gute Erfahrungen zurück blicken. Die Tore werden in großen Serienstückzahlen produziert; sie sind also keine teure Sonderanfertigungen sondern Tore von der „Stange“.

Die Feuerwehr Obersulm möchte einen den erforderlichen Standards entsprechenden neuen Standort Obersulm 2, der kostengünstig umgesetzt wird.

Wir wünschen uns eine sachliche Diskussion auf Grundlage des Feuerwehrbedarfsplanes.

 

 

 

 

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