Heilbronn war früher schön und wird immer interessanter

Veröffentlicht am 11.05.2015 in AG 60plus

Photo: Richard Mall

Gerd Kempf und Gerhard Schwinghammer bei den SPD-Senioren / Bericht von Sieghart Brenner


Am historisch bedeutungsvollen Datum, dem 8. Mai, 70 Jahre nach Ende des fürchterlichen Krieges und der Befreiung vom schrecklichen Nationalsozialismus, hat die Heilbronner SPD Arbeits- gemeinschaft 60 plus die beiden ehemaligen Journalisten Gerd Kempf und Gerhard Schwinghammer zu einem geschichtlichen Rückblick eingeladen. „Heilbronn früher und heute“ lautet die Überschrift, die Rückschau beginnt mit dem Zustand der Stadt vor der „Stunde null“, dem grauenhaften 4. Dezember 1944.

 Anhand von historischen Bildern und sachkundigen Erklärungen erfahren die über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie schön und „romantisch“ die Stadt am Neckar davor einmal war. Die schrecklichen Fotos von brennenden, glühenden und rauchenden Häusern, Fabriken und Kirchen, kurz nach der Bombardierung aufgenommen, lassen die Katastrophe erahnen. Es folgt der Blick auf die schwere Zeit des Neubeginns. Sehr schnell wird in Heilbronn wieder aufgebaut, die enorme Leistung der Übriggebliebenen, Rückkehrer und Neubürger, aber auch der verantwortlichen Kommunalpolitiker wird von den Referenten gewürdigt. Das Aufbautempo und die Fortschritte werden, gegliedert in die Nachkriegsjahrzehnte, bildlich dargestellt und, gespickt mit viel Hintergrundinformation, verständlich kommentiert. So mancher Zuhörer ist Zeitzeuge und schildert spontan seine persönliches Erleben und seine Erfahrung. Spannende Geschichten, auch Kontroversen, über Erhalt, Abriss, Nachbau oder völligen Neubau, insbesondere zu imposanten und Stadtbild prägenden Vorkriegsbauten wie Bahnhof, Postamt, Rathaus, Kilianskirche, Friedenskirche, Theater, Hallenbad, untermalt mit historischen und aktuellen Fotografien, werden von Kempf und Schwinghammer thematisiert. Dabei wird von beiden immer wieder darauf verwiesen, dass in den Nachkriegsepochen immer auch der jeweilige Zeitgeist, vor allem in der Architektur, sowie die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse eine Rolle spielten. Natürlich wird auch der im Rückblick historisch bedeutsame Kampf gegen die jahrelange Atom - Raketenstationierung auf der Waldheide erwähnt. Die machtvollen Demonstrationen, Kundgebungen und Blockaden, die politischen Aktivitäten, insbesondere der Unterländer Sozialdemokraten werden gewürdigt. Abschließend gehen die beiden exzellenten Kenner der Heilbronner Kommunalpolitik auf derzeit aktuelle Veränderungen und Entwicklungen ein, die sich alle sehen lassen können: Ausbau Hochschulstandort, Stadtbahnausbau, Neubau Klink Gesundbrunnen, Erweiterung Experimenta, Industriestandorte Wohlgelegen und Böllinger Höfe und nicht zuletzt die Vorbereitungen für das „Jahrhundertprojekt“ Bundesgartenschau mit dem neuen Stadtteil „Neckarbogen“. Die meisten Zuhörer können dem Fazit der beiden engagierten Journalisten zustimmen, wenn sie von einer lebens- und liebenswerten Stadt am Fluss schwärmen und die eine oder andere Idee zur weiteren positiven Entwicklung in die Diskussion einbringen.

 

 

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